auf dem Joachims Carrée am Thielenplatz in Hannover

Der Konsum-Angler ist eine großformatige Kunst-am-Bau-Installation auf dem Dach des Joachims Carrées am Thielenplatz in Hannover. Mit Hut, Gummistiefeln und Angel fischt die comicartige Figur nicht nach Fischen, sondern nach den Momenten, die eine Innenstadt lebendig machen: Einkaufen, Schlendern, Begegnungen, Entdeckungen – und natürlich ein bisschen Menschen gucken. 

Ich bin's —
der Konsum-Angler

Du hast mich vielleicht schon entdeckt: da oben auf dem Dach des Joachims Carrées, mitten in Hannovers Innenstadt. Mit meinem großen Hut, den grünen Gummistiefeln, meinem farbenfrohen Umhang und einer Angel in der Hand sitze ich hier – immer auf der Lauer nach dem nächsten Fang.

Aber keine Sorge: Ich angle keine Fische. Meine Beute sind Einkaufstüten – Sinnbilder für all das, was die Innenstadt jeden Tag bereithält: Leben, Begegnungen, kleine Entdeckungen, spontane Einkäufe und schöne Momente, die man mit nach Hause nimmt.

Was war dein schönster Fang heute?

Warum ich hier
oben sitze?

Von meinem Platz aus habe ich beste Aussicht auf das lebendige Treiben rund um den Thielenplatz. Hier kreuzen sich Straßen, Buslinien, Fahrradwege und unzählige Geschichten. Ein echter Verkehrsknotenpunkt – und gleichzeitig eine Lebensader der Stadt.

Menschen kommen an, ziehen weiter, bleiben stehen, schauen sich um. Und manchmal schauen sie einfach anderen Menschen zu.

Und genau darum geht es mir. Die Innenstadt hat so viel zu bieten, sie ist mehr als Einkaufen. Sie ist Schlendern, Entdecken, Begegnen, Genießen – und natürlich: Menschen gucken. Dieses kleine Theater des Alltags bekommt man nicht vor dem Bildschirm. Das wahre Stadtgefühl entsteht nur unterwegs.

Darum sitze ich hier oben mit meiner Angel: als freundliche Erinnerung daran, wieder öfter durch die Stadt zu streifen. Denn die besten Fänge landen nicht im Warenkorb. Sie passieren unterwegs.

Wie ich hierher gekommen bin?

Seit August 2025 sitze ich über dem Thielenplatz. Aber ganz so spontan, wie es aussieht, war mein Auftritt allerdings nicht: Rund fünf Jahre Planung, Entwicklung und Genehmigungen waren nötig, bevor ich meinen Platz auf dem Dach des Joachims Carrées einnehmen konnte.

In der Nacht vom 28. auf den 29. August 2025 wurde ich schließlich mit Kran, Präzision und einer ordentlichen Portion Geduld nach oben gebracht. Seitdem sitze ich hier, halte meine Angel ins Stadtleben – und tue so, als wäre das alles ganz selbstverständlich.

Wer hat mich
erschaffen?

Meine Geschichte beginnt bei der GETEC Immobilien, der Eigentümerin des Gebäudes am Thielenplatz. Auf Initiative von Herrn Dr. Michael Behrens entstand während der Renovierung dort die Idee, diesem Ort etwas Besonderes zu geben: ein markantes Kunst-am-Bau-Projekt, das leicht verständlich und für jedermann verständlich ist.

Der Designer Helmar Brodehl aus Hannover entwickelte daraus meine Geschichte und meine Gestalt, die nach und nach Form annahm. Bewusst wurde ich jung, poppig und farbstark gestaltet – als lebendiger Kontrast zur klaren, reduzierten Architektur des neu renovierten Gebäudes. Gerade dieser Bruch – das Spielerische im Strengen – macht mich sichtbar und lebendig.

Ich wirke wie ein übergroßes Spielzeug: comicartig, verspielt, fast kindlich – mit breitkrempigem Anglerhut, farbenfrohem Umhang, riesigen Gummistiefeln und meiner großen Angel.

Gemeinsam mit einem engagierten Team der Firma Accentform wurde ich schließlich gebaut und umgesetzt. Unter meinem Hut steckt eine stabile Stahlkonstruktion mit modellierter Schale und einer Oberfläche aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Kurz gesagt: Ich bin sturmfest und erdverwachsen – ganz so, wie man es in Niedersachsen kennt.

Auf einen Blick

Titel der Kunst-am-Bau-Installation: 
Der Konsum-Angler

Standort:
Joachims Carrée, Thielenplatz, Hannover

Eigentümer:
GETEC Immobilien Hannover

Installation:
August 2025

Initiator & Förderer:
Dr. Michael Behrens, GETEC Immobilien

Idee & Design: 
Helmar Brodehl, B:SiGN Hannover

Produktion & Umsetzung:
Accentform, Nienstädt

Bauliche Unterstützung:
Schulze & Partner Architekten SP.A.

Fotos:
Roland Schmidt, Helmar Brodehl, Evgenij Ussach

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